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Exkurs 2 - HEBT DEN BLICK! - Klosterrundgang Walkenried

EXKURS 2 – INFIRMARIUMSKAPELLE

Hebt den Blick!

Die kleine Kapelle war früher ein Rückzugsort. Hier fand man Schutz für ein persönliches Gebet – ob in Verzweiflung oder mit leiser Hoffnung.

Fahne Walkenried

Die Infirmariumskapelle ist als Teil-Ruine erhalten. Sie liegt etwas versteckt hinter dem Kloster. Sie erreichen die Kapelle, wenn Sie durch den kleinen Durchgang in der Kirchenruine und an der Rückseite des Klosters entlang gehen.

Wie der Name schon sagt, gehörte die Kapelle zum Infirmarium – die Krankenstation der Mönche, die aber nicht erhalten geblieben ist.

Aus heutiger Sicht waren die medizinischen Möglich­keiten damals sehr begrenzt, so dass Schmerz, Krankheit und Tod für die Mönche ein selbstverständlicher Teil des Lebens war. Gerade wenn die Mönche an ihre Grenzen kamen, suchten sie Zuflucht bei Gott. Hierfür diente diese Kapelle. Hier beteten die Kranken, sie durften nämlich nicht an den Versammlungen in der Kirche teilnehmen.

Das Gebet der Mönche drehte sich aber nicht unbedingt, wie wir es vielleicht erwarten würden, vor allem um die Bitte um Heilung. Ihnen ging es um den Beistand Gottes – im Leben, im Kranksein, beim Sterben und auch im Tod bzw. in dem Leben, das sie nach dem Tod erwarteten.

Sie setzten ihre Hoffnungen auf Gott und glaubten fest daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Diese Hoffnung spiegelt sich auch in der Ausrichtung der Kapelle nach Osten, zum Sonnenaufgang hin. Mit jeglicher Bitte wenden sie sich aus dem Dunkel an Gott, der selbst das Licht ist.

Walkenried Exkurs 2

impuls 2 —
HEBT DEN BLICK!

In Zeiten der Krankheit fanden die ­gläubigen Mönche Verheißung im Matthäus-Evan­ge­lium: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“

Dieser Vers motiviert, den Blick zu heben. Egal, ob man die Hilfe in der göttlichen Dimension sucht oder bei seinen Mitmenschen, der erste Schritt besteht darin, sich für die Hilfe zu öffnen und sich eben nicht zurückzuziehen.

Es geht darum, sich einzugestehen, dass es so nicht weitergeht und dass sich etwas ändern soll. Nur so kann etwas passieren.

Dies gilt natürlich nicht nur für die ernsten Anliegen. Auch in kleinen, alltäglichen Dingen lohnt es sich, um Hilfe zu bitten. Wenn viele Menschen so verfahren, entsteht letztendlich ein Geflecht aus Geben und Nehmen. Wer kraft­­los ist, kann wieder Halt finden. Es tut gut zu spüren, nicht alleine zu sein.

Stehen bleiben und für ein paar Minuten ­darüber nachdenken, wie es für mich ist, um Hilfe zu bitten.

Übung 2

1.
Wenden Sie sich dem Innenraum der Kapelle zu. Rufen Sie sich eine Situation ins Gedächtnis,
in der Sie jemanden um Hilfe gebeten haben.

2.
Überlegen Sie kurz: Fiel es Ihnen schwer zu sagen, dass Sie Hilfe brauchen?

3.
Haben Sie auch schon einmal Gott um Hilfe gebeten? Wenn Sie möchten, können Sie dies jetzt gleich mal probieren.

Guter Gott, es gibt da eine Sache, mit der ich nicht klarkomme.
Ich hebe meinen Blick und bete: Bitte hilf mir weiter!
Amen.